MarketTracerStory des Tages
20.08.2026
Die Beschwerde, die den Startschuss treffen könnte

EU-Beschwerde gegen Gaskraftwerks-Milliarden — drei Wochen vor dem Gebotstermin 8. September wackelt der Zeitplan

DUH und Green Planet Energy haben am 18. August bei der EU-Kommission Beschwerde gegen das StromVKG eingereicht und fordern ein förmliches Prüfverfahren statt der von Berlin angestrebten Vorprüfung. Kollision: Am 8. September 2026 läuft der erste Gebotstermin für 4.500 MW Langzeitkapazitäten — doch die BNetzA darf Zuschläge erst nach beihilferechtlicher Genehmigung erteilen. Ein förmliches Verfahren würde die Genehmigung um Monate verzögern und den Betriebsstart 2031 gefährden.
8. September 2026
Erster Gebotstermin Langzeitkapazitäten
Das Zuschlagsverfahren darf die Bundesnetzagentur jedoch erst nach der beihilferechtlichen Genehmigung durchführen. — BNetzA, Bekanntmachung 1. Gebotstermin
Volumen
4.500 MW im ersten Los
Zum Gebotstermin 8.9.2026 schreibt die BNetzA 4.500 MW reduzierte Leistung aus; ein zweiter Termin folgt am 29.9., zusammen rund 10 GW Gaskraftwerksleistung.
BNetzA, 21.07.2026
Konditionen
173.000 €/MW Höchstwert, 15 Jahre
Pay-as-bid, Höchstwert 173.000 € je MW reduzierter Leistung, Verpflichtungszeitraum 15 Jahre; Süd-Standorte erhalten 16.000 €/MW/a Abschlag bei der Reihung.
StromVKG / CMS, PwC
Langzeitkriterium
10 Stunden bei 80 Prozent
Zulässige Anlagen müssen mindestens zehn aufeinanderfolgende Stunden Strom in Höhe von 80 % ihrer installierten Leistung einspeisen können.
BDEW
Beschwerde
Vorwurf: fossile Wettbewerbsverzerrung
DUH und Green Planet Energy sehen das Gesetz faktisch auf neue Gaskraftwerke zugeschnitten und rügen einen Verstoß gegen EU-Beihilfe- und Wettbewerbsrecht.
DUH, 18.08.2026
Verfahrensweg
Vorprüfung vs. förmliches Verfahren
Berlin strebt eine Genehmigung im beschleunigten Vorprüfverfahren an; die Verbände fordern ein förmliches Prüfverfahren — das die Zuschläge deutlich verzögern würde.
Solarserver / DUH
Was zu tun istInteressierte Bieter sollten die Gebotsfrist 8.9. weiter einhalten, aber die Zuschlagsklausel unter Genehmigungsvorbehalt und die Verzögerungsrisiken eines möglichen förmlichen EU-Verfahrens in Finanzierung und Projektzeitplan einpreisen.
4.500 MW
1. Gebotstermin (8.9.)
173.000 €/MW
Höchstwert reduz. Leistung
16.000 €/MW/a
Süd-Abschlag bei Reihung
2031
Geplanter Betriebsstart
Quellen