MarketTracerStory des Tages
28.07.2026
Der Kapazitätsmarkt ist keine Ankündigung mehr — die Uhr für 8. September läuft

BNetzA startet erste StromVKG-Auktion: 4,5 GW Gebotsfrist 8. September — Zuschlag aber nur mit Brüssels Segen

Die Bundesnetzagentur hat am 21. Juli die erste Ausschreibung für Langzeitkapazitäten nach dem neuen StromVKG gestartet — nur zwölf Tage nach dem Bundestagsbeschluss. Zum Gebotstermin 8. September 2026 werden 4.500 MW reduzierte Leistung für das Zieljahr 2031 ausgeschrieben, eine zweite Runde über 4,5 GW folgt am 29. Dezember. Der Haken: Gebote laufen bereits, Zuschläge dürfen erst nach der beihilferechtlichen Genehmigung der EU-Kommission erteilt werden — die noch aussteht.
08.09.2026
Erster Gebotstermin — 4,5 GW
Zum ersten Gebotstermin 8. September 2026 werden insgesamt 4500 Megawatt reduzierte Leistung ausgeschrieben (BNetzA-Bekanntmachung 1111198).
Auktion 1
4,5 GW bis 8. September
Gebote für gesicherte Erzeugungs- und Speicherkapazität müssen bis 8.9.2026, 24:00 Uhr über die BNetzA-Plattform eingereicht werden.
BNetzA · § 3 Abs. 1 Nr. 1 StromVKG
Auktion 2
Zweite Runde 29. Dezember
Ein zweiter Gebotstermin über erneut 4,5 GW Langzeitkapazitäten folgt zum Jahresende — zusammen 9 GW im Startjahr.
StromVKG, Gesetzestext
Vorbehalt
Zuschlag nur mit Brüssel
Die beihilferechtliche EU-Genehmigung steht noch aus; Zuschläge dürfen erst danach erteilt werden.
BDEW · EU-Kommission
Ziel
Kapazitätsmarkt für 2031
Das StromVKG soll gesicherte Leistung für Dunkelflauten im Zieljahr 2031 beschaffen und den Kohleausstieg absichern.
§ 1 StromVKG
Gesetzgebung
Bundestag 9. Juli
Union und SPD verabschiedeten das StromVKG in 2./3. Lesung am 9.7.2026; Verkündung im Bundesgesetzblatt steht aus.
Bundestag-Textarchiv kw28
4.500 MW
Volumen 1. Gebotstermin
9 GW
Summe beider Runden 2026
2031
Zieljahr Erbringung
09.07.2026
Bundestagsbeschluss
Quellen