MarketTracerStory des Tages
21.07.2026
Der Kapazitätsmarkt wird konkret — und die Uhr läuft

StromVKG in Kraft: Erste 4,5-GW-Auktion am 8. September 2026 — Höchstwert auf 244.000 €/MW erhöht

Nach dreieinhalb Jahren Verhandlung ist das Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz (StromVKG) durch: Bundestag am 9. Juli, Bundesrat am 10. Juli 2026. Die Bundesnetzagentur hat die Gebotstermine bestätigt — 8. September und 22. Dezember 2026, je 4,5 GW Langfristkapazität. Der im Verfahren erhöhte Höchstwert von 244.000 €/MW reduzierter Leistung und Jahr entscheidet mit, ob die Auktionen überhaupt gefüllt werden.
8. Sept. 2026
Erster Gebotstermin
Noch im Jahr 2026 sollen zwei Ausschreibungen für Langfristkapazitäten stattfinden. — Bundesnetzagentur, Ausschreibungen nach dem StromVKG
Volumen
9 GW in zwei Runden
Je 4,5 GW Langfristkapazität am 8.9. und 22.12.2026, davon 5 GW wasserstofffähige Neubauten und rund 2 GW Modernisierung.
BNetzA / Gesetzestext
Preisdeckel
173.000 → 244.000 €/MW
Der Höchstwert je MW reduzierter Leistung und Jahr wurde per Änderungsantrag angehoben — ein Signal, dass die erwarteten Gebote hoch liegen.
pv magazine / BDEW
Standort
Südquote greift
Bis zwei Drittel des Volumens müssen in den netztechnischen Süden; erst danach werden Gebote außerhalb bezuschlagt.
GÖRG / VIK-Stellungnahme
H2-Pflicht
Umstellung im 8. Jahr
Neubauten müssen spätestens am ersten Tag des achten Jahres nach Inbetriebnahme auf Wasserstoffbetrieb umgestellt werden.
BMWE-Papier
Finanzierung
Umlage ab 2031
Geschätzte Förderung in Milliardenhöhe (rund 16 Mrd. €) wird über eine neue Strompreis-Umlage refinanziert — ab Lieferbeginn 2031.
ZDF / h2-news
Was zu tun istKraftwerksbauer, Stadtwerke und Industrie mit Eigenerzeugung sollten Gebotsstrategie, Standortwahl (Südquote) und H2-Umrüstpfad jetzt festzurren — die erste Frist ist der 8. September 2026.
9 GW
Langfristkapazität gesamt
244.000 €
Höchstwert je MW/Jahr
22.12.2026
Zweiter Gebotstermin
~16 Mrd. €
Geschätztes Fördervolumen
Quellen